29Januar
2020

Das Highlight Kambodschas: Angkor Wat?

Wie Keno bereits beschrieben hatte sind wir nach einer höchst anstrengenden und abenteuerlichen Busfahrt um 5 Uhr morgens in Siem Reap angekommen. Die Stromerei durch die Stadt erlaubte uns durch die Pub-Street einen Einblick in die Partyszene der Stadt (so früh morgens war noch eine gewisse Katerstimmung zu spüren) und selbst in den Tempelanlagen vor Ort waren englische Übersetzungen zu finden. Die internationalen Einschläge des Ortes konnten schon nach den ersten Stunden nicht verleugnet werden. Schon nach 4 Stunden hatten wir das Gefühl alles Wichtige der Innenstadt gesehen zu haben und kehrten zum Hotel zurück. Nach einer kurzen Wartezeit (in welcher der vorherige Blogeintrag entstand) bezogen wir unser Zimmer und ruhten uns ein wenig aus. Voller neuer Energie konnten wir somit in den Nachmittag starten. Keno’s Recherchen hatten zuvor ergeben, dass in Siem Reap eine außergewöhnlich große Driving Range zu finden war und da wir noch genug Zeit hatten machten wir uns mit dem Tuk-Tuk auf dem Weg, damit Keno mir die Welt des Golfs ein wenig näher bringen konnte. Verglichen mit anderen Driving Ranges war diese wohl, nach Keno’s Aussage, besonders modern und luxuriös. Nach einer kurzen Einführung von Keno bezüglich der richtigen Stellung und des angemessenen Abstandes zum Ball schlugen wir 100 Bälle und am Ende des Tages habe ich mich dabei wohl gar nicht so blöd angestellt (Anmerkung Keno: Ich würde sogar von ausgesprochen talentiert sprechen ;-)). Müde ging es zurück und nach einem Abendessen und einer weiteren Folge unserer neuen Serie „Secret City“ ging es für uns auch schon ins Bett und wir sagten dem Tag eine Gute Nacht, denn am nächsten Tag sollte das Ausflugsziel auf unserer Agenda stehen, weshalb viele Leute wohl überhaupt nach Kambodscha reisen: Angkor Wat. 

Mit Nina trafen wir uns um 9 Uhr an unserem Hotel und begannen das Abenteuer in Begleitung mit dem Tuk-Tuk Fahrer Kim. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Ticketschalter ging es direkt zum (angeblichen) Highlight der Reise: Angkor Wat. Der Tempel ist das Wahrzeichen Kambodschas und sogar auf der Nationalflagge abgebildet. Dieser wurde zwischen 1113 und 1150 vom König Suryavarman II erbaut und erst im 13 Jahrundert in ein buddhistisches Kloster umgebaut. 2 Stunden besichtigten wir den wirklich höchst beeindruckenden Tempel, machten Fotos und ließen die Atmosphäre einfach nur auf uns wirken. Positiv überrascht waren wir davon, dass wir nicht in dem Ausmaße von Touristenmassen überrannt wurden, wie wir es uns zuvor vorgestellt hatten. Doch hatten insbesondere Nina und ich uns die Tempelanlage noch größer und irgendwie beeindruckender vorgestellt. 

Vor der Mittagspause ging es noch zu zwei weiteren Tempel der Angkor-Anlage. Der Bayon Tempel, bekannt aufgrund seines großen Buddha Kopfes in der Mitte der Anlage stach schon von außen hervor und die Architektur des Gebäudes konnte uns von außen besonders begeistern. Er ist die zentrale Tempelanlage der alten Tempelanlage Ankor Thom und bekannt für seine steinernen Gesichter in den Tempeltürmen. Nach der Stärkung ging es noch zum Ta Prohm, welcher auf spektakuläre Art und Weise von Bäumen überwuchert war. Aufgrund vorheriger Recherche hatte ich besonders hohe Erwartungen an diesen Tempel und nach dem äußeren Rundgang war ich zuerst einmal enttäuscht von den Bildern die uns dargeboten wurden. Doch kaum betraten wir das Innere des Tempels wandelte sich meine Enttäuschung in Faszination. König Jayarvaman VII hat diesen Tempel ursprünglich einmal seiner Mutter gewidmet und ursprünglich handelte es sich dabei um ein großes Kloster. Am Ende des Tages hatten besonders Keno und ich einen Tempel-Overload und waren von der Hitze völlig fertig.

Ein gutes und sättigendes Abendessen war deshalb dringend notwendig. Wir baten Kim uns an einem Restaurant rauszulassen, welches uns am vorherigen Tag schon besonders positiv ins Auge gefallen war. Auf Tischen mit kleinen Plastikstühlen wurden Tischgrills platziert und bei einem Bier genossen wir Rind, Tintenfische, Hühnchen und Gemüse die unseren Empfinden nach etwas zu stark gewürzt, aber trotzdem ausgesprochen lecker waren. Wir verabschiedeten uns bei Nina und zogen Revue über einen wirklich ereignisreichen und sehr schönen Tag.

Am nächsten Tag stand insbesondere der Flug nach Lang Prabang (Laos) auf der Agenda. 5 Stunden hatten wir jedoch noch vor Abflug Zeit und so mussten Keno und ich natürlich dem örtlichen Minigolfplatz einen Besuch abstatten. Mit rockartiger Musik wurden wir begrüßt und wir spielten die Golfbälle 2 Runden durch die Tempelanlagen. Am Ende stand es unentschieden und ohne große Zickereien oder Enttäuschungen konnten wir unseren Rückzug antreten. Keno’s Aufregung stieg immer weiter an, denn der Flug mit Lao Airlines mit einer Propellermaschine stellt wohl (das Verständnis meinerseits hält sich dafür ehrlich gesagt in Grenzen) eine Besonderheit dar. Der weitere Ablauf lief auch wirklich reibungslos. Wir checkten im Hotel aus, fuhren mit der Khmer-Rikscha zum Flughafen und stiegen kurze Zeit später in den Flieger. Ein neues Land erwartete uns welchem wir beide mit großer Neugier entgegensehen. Hallo Laos: Wir kommen und sind gespannt auf alle neuen Erfahrungen welche wir bei dir machen werden!