19Februar
2020

Drei Traumtage auf der Trauminsel

Erneut sitzen Keno und ich im Flieger und steuern Kuala Lumpur an. Direkt nach Landung soll es jedoch mit dem Bus weitergehen zu unser nächsten Destination: Melaka. Schon gestern Abend haben wir zwei die letzten Tage Revue passieren lassen und es gab für uns beide nur ein Fazit der vergangenen Zeit: Es waren drei Traumtage auf einer Trauminsel. 

Alles begann mit unserer Ankunft am ADYA Hotel in der Stadt Kuah. Vor Ankunft hatten wir einige Zweifel ob dies die richtige Wahl für uns beide war, doch die begrenzte Auswahl und die hohen Inselpreise hatte unsere Wahl bestärkt, schließlich wollten wir auch einen Pool im Hotel. Zweifel kamen auf, als wir einige Bewertungen lasen: Gebete die über die Gänge hallen; vollverschleierte Frauen und eine Unterscheidung von Frau und Mann bei den Swimmingpools. Was uns erwartete war jedoch ein sehr gutes  Preis-Leistungsverhältnis. Klar handelte es sich um ein muslimisches Hotel, die Leute waren jedoch sehr freundlich, das Zimmer groß mit einem Balkon, es gab einen gemischten Pool, das Klientel war gemischt und von den Gebeten haben Keno und ich (abseits eines Gebetplans auf dem Zimmer und einem Pfeil mit der Ausrichtung auf Mekka) nichts gemerkt. Was uns beide außerdem sehr entzückte war ein vorzügliches Frühstücksbuffet welches für einen perfekten Start in den Tag sorgte. Kaum angekommen wurde unser Vorhaben uns einen Fahrbahren Untersatz für die kommenden Tage zu organisieren mehr als effizient umgesetzt. Keine Stunde später saßen wir auf unserem Roller und brausten los um etwas essbares für die doch ziemlich leeren Mägen aufzutreiben. Wir fuhren in eine Art Industriegebiet in der Nähe des Hotels und durch Zufall gelang es  uns den wunderschönen Sonnenuntergang auf einem Steg zu bestaunen. Gegessen haben wir danach in einem sehr authentischen Restaurant. Es gab Reis mit gegrillten Fleischsticks und zwei sehr interessanten, wie sollte es auch anders sein sehr süßen, Getränken. Nach dieser Stärkung besuchten Keno und ich noch das Wahrzeichen der Insel: Eine riesige Statue des braunen Adlers, welchen es so nur auf Langkawi gibt. Der Abend wurde mit einem Bier in einem Restaurant der Fishing Village beendet und nach diesem traumhaften, aber doch etwas anstrengenden Tag waren wir beide froh im Hotel ins Bett fallen zu können.

Unser nächste Tag sollte ganz der Erkundung der Insel dienen. Die Helme wurden nach einem ausgezeichneten Frühstück aufgesetzt und kaum das wir uns versahen brausten wir mit unserem Roller los. Erstes Ziel: Der Durian Perangin Wasserfall. Mitten im Dschungel gelegen war dieser zwar schön anzusehen, unserer Meinung nach ist dieser jedoch in der Regenzeit sehenswerter. Handelte es sich momentan um einen eher kleineren Wasserfall, können wir uns gut vorstellen, dass er sich zu einem reißenden Strom entwickeln kann. Relativ schnell saßen wir wieder auf unserem zweirädrigem Gefährt und brausten los Richtung Tanjung Rhu Strand, welcher im Internet die besten Kritiken der Insel bekam. Angekommen konnten wir dies Kritiken nur bestätigen. Ein Traumstrand mit weißem Sand und wenigen Besuchern erwartete uns. Alleinig das Wasser war ein wenig trüb (was aber Klagen auf ganzen hohen Niveau ist), was an der Lage an der Straße von Malakka lag. Mittags besuchten wir nach einem ausführlichen Sonnenbad (Natürlich im Schatten, denn obwohl sowohl Keno als auch ich für unsere Verhältnisse eine hervorragende Bräune bekommen haben, ist leider ein Sonnenbrand immer noch relativ wahrscheinlich) ein Restaurant (eher ein Bretterverschlag) und aßen Reis mit Hähnchen und gebratene Nudeln. Gut gestärkt ging es an das Highlight der Insel: Die SkyCab Gondel erwartete uns. 550 Meter fuhren wir über dem Dschungel des Machincang Mountain und genossen eine traumhafte Aussicht. Oben angekommen erwarteten uns zwei Aussichtsplattformen mit einer 360 Grad Aussicht welcher von uns mit einem Eiskaffee abgerundet wurde. Glücklich ging es an den Abstieg und da wir über E-Mail Verkehr bereits das Highlight des nächsten Tages geplant hatten ging es für uns zur Tauchschule nach Cenang um alle notwendigen Kosten zu begleichen. Abends wurde dieser Traumtag bei einem wundervollen Abendessen mit einem traumhaften Sonnenuntergang am Strand beendet.       

Der nächste Morgen    wurde schon relativ früh eingeläutet. Gegen 7 Uhr schellte der  Wecker damit wir pünktlich um 9 Uhr vor der Tauchschule standen. Dort ging es zu Beginn noch relativ hektisch zu, sodass wir ziemlich schnell auf dem Boot Richtung Korallen brausten. Zwei Tauchspots wurden gecheckt bevor sich für den dritten Tauchspot entschieden, hatten wir doch am heutigen Tag mit der sonst sowieso schlechten Sichtweite noch besonders Pech. Kaum begannen wir abzutauchen bestätigte sich dies, denn mehr als zwei Meter konnte man auch aufgrund der vielen Partikel im Wasser leider nicht sehen. Mit einer Buddy Line waren wir an Warda, unserer Tauchleiterin, befestigt und von ihr wurden wir durch die doch sehr trübe Suppe manövriert. Leider gab es außer ein paar Krabben und angeblich eines Seepferdchens (was Keno und ich beide nicht entdecken konnten) während des Tauchgangs wenig zu sehen. Doch kurz vor dem Auftauchen sahen wir noch ein paar Clownsfische, welche uns während der kurzen Pause auf dem Boot begeisterten. Während dieser wurden wir mit Kaffee und einem kleinen Snack versorgt, bevor es frohen Mutes erneut ins Wasser ging. Dieser Tauchgang sollte dabei auch weitaus erfreulicher als der letzte ablaufen. Diesmal wurden mit Wardas Hilfe auch von uns zwei Seepferdchen in den Korallen erspäht und neben kleinen Nemos gab es weitere fast faustgroße Clownsfische zu betrachten. Auch die zwar immer noch schlechte Sicht hat sich auf das zuvor angekündigte Level normalisiert und Kenos und meine motorischen Fähigkeiten waren diesmal auch wieder im Einklang mit der Unterwasserwelt. Somit war der Tauchgang ein voller Erfolg und glücklich stiegen wir nach 50 Minuten erneut ins Boot. Wir brausten zurück an den Strand und nach dem Ausfüllen der Logbücher verabschiedeten wir uns vom Team.     

Müde ging es nach einer kurzen Stärkung im Seafood Restaurant für eine kurze Pause ins Hotel um eine Abkühlung durch die Klimaanlage zu erlangen. Auch der Pool des Hotels wurde an diesem Tag von uns beiden gecheckt und für sehr gut befunden. Sportlich ging es für uns Beide weiter. Mit dem Roller düsten wir zur Driving Range eines Golfclubs und nachdem meine nicht vorhandenen Golfkenntnisse ein wenig aufgebaut und Keno seine Fähigkeiten präsentieren konnte war es auch schon Zeit sich aufzumachen Richtung Sonnenuntergang. Da dieser uns gestern in solchem Maße begeistert hat wollten wir uns diesen auch heute nicht entgehen lassen. Genau zum richtigen Zeitpunkt erreichten wir den Strand und mit einem Bier in der Hand war es wirklich ein traumhafter Augenblick den wir beide so schnell wohl nicht vergessen werde. Wunderschön ging es weiter denn die zurückbleibende Abenddämmerung und das verglühen des roten Nachthimmels beobachteten wir in einem Fish und Chips Restaurant, in dem es natürlich auch nichts anderes als Fish und Chips geben durfte. Glücklich nach diesem unfassbar tollen Tag ging es zurück ins Hotel und wir beide waren sehr froh noch einen vollen Tag auf Langkawi zu haben.     

Der Vormittag des nächsten Tages wurde erneut an unserem sehr geschätzten Strand verbracht und auch die Stärkung am Mittag fand im selben Restaurant statt. Den Nachmittag hingegen verbrachten wir im Splash Out, dem Wasserpark der Insel Langkawi. Wurde dieser erst Ende des Jahres 2019 eröffnet kam man sich beim Benutzen der Wasserrutschen wie in einem Pilotprojekt vor. Waren wir mit ca. 20 anderen Menschen alleine im Park unterwegs wurde man nach Beendigung einer Rutschsession vermehrt gefragt wie hoch der Spaßfaktor dabei doch gewesen sei. Die Partnerrutsche die man in einem Doppelreifen runterrutschte und eher einer Achterbahn ähnelte, hatte uns beiden besonders angetan. Ehrlicherweise hatte sonst der Park nicht besonders viel zu bieten und so kehrten wir nach ca. 2,5 Stunden dem Splash Out dem Rücken zu und machten uns, nach Rückgabe des Rollers, auf dem Weg etwas Essbares zu finden. Eingekehrt sind wir dann in ein typisch Malayisches Restaurant, welches uns mit seinen Kochkünsten begeistern konnte. Auch probierten wir an diesem Abend das Nationalgetränk Malaysias: Teh Tarik, welches eher wie ein explodierter Zaubertrank wirkte. Gestärkt nach einem erfolglosem Versuch James Bond im Hotel zu gucken (das Internet war leider zu schlecht) gingen wir schlafen, traurig darüber der Insel am nächsten Tag Tschüss zu sagen. Und so kam es dann auch, mit dem Flugzeug ging es erneut nach Kuala Lumpur von wo wir dann direkt im Anschluss einen Bus nach Melaka nahmen. Auch diese Stadt steht, genauso wie Georgetown, unter dem UNESCO Weltkulturerbe und wir zwei sind sehr gespannt welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede uns zu Penang auffallen :).