08Februar
2020

Ein nicht ganz so besonderer Aufenthalt

Relativ früh kamen wir mit unserem Rennfahrermobil in Vientiane an. Zwei Nächte hatten wir in der Hauptstadt von Laos gebucht und waren voller Vorfreude darauf was wir dort wohl erleben würden. Doch relativ schnell wurde uns klar, dass die Stadt nicht besonders ereignisreich war. Unser Ziel, am Nachmittag der Ankunft, die Hauptsehenswürdigkeiten der Innenstadt zu besichtigen war in ca. 2,5 Stunden erledigt. Als Besonderheit ist insbesondere der Pia That Lang, eine buddhistische Stupa, bekannt. Diese ist Laos’ ein wichtigstes nationales Monument und ein Symbol des Buddhismus sowie der Souveränität des Landes. Mit seinen über 500 kg Gold stach es schon von weitem am Horizont hervor. Doch nach einem kurzen Rundgang hatten wir alles gesehen und auch die relevanten Tempel besichtigt. Unser anbahnender Tempel-Overkill sorgt inzwischen dafür, dass unsere Zeit die wir in Tempeln verweilen immer stärker abnimmt. Auch der Patuxai, ein Nachbau des Arg de Triumphe wurde von uns an diesem Mittag besichtigt. Dieser ist den Laoten gewidmet, die in den Kriegen der Revolution starben. Ein Aufstieg war für einen kleinen Centbetrag möglich doch die Aussicht die im Lonely Planet zwar als fantastisch bezeichnet wird, war nicht besonders spektakulär. Das Gebäude war sehr runtergekommen und im Innenraum handelte es sich eher um ein Shoppingcenter für Tourinap als ein kulturelles Denkmal.      

Nach dem erfolgreichen Sightseeing und einem sehr leckeren Abendessen kehrten wir zum Hotel zurück und gingen früh zu Bett. Mein Magen machte sich nämlich leider an diesem Tag erneut bemerkbar und hat sich bis heute noch nicht vollends beruhigt. Auch Keno scheint das laotische Essen nicht ganz so gut zu vertragen und wir beide haben festgestellt, dass Laos uns ein wenig die Lust an der Kulinarik genommen hat. Neben der gestörten Verdauung ist uns aufgrund des vermehrten Verzehrs auch die Lust an Fried Rice und Fried Nudeln genommen worden und wir beide freuen uns im nächsten Land eine andere Küche entdecken zu können. Vientiane sorgte dahingegen bereits für eine gewisse Abwechslung, denn aufgrund des kolonialen Hintergrundes gab es viele französische Bäckereien und mein Magen freute sich über ein belegtes Baguette mit Schinken und Käse (besonders in China hätte ich für dieses Essen noch töten können :D).

Nun aber genug von der Kulinarik. Am nächsten Morgen fuhren wir ein wenig außerhalb und besuchten den Buddha Park. In diesem sind ca. 200 Tonbuddhas zu finden welche in unterschiedlichster Art und Weise drapiert waren. Auch einen großen Tonkürbis gab es zu besteigen von welchem man eine gute Aussicht über den Park hatte. Hatten ich mir den Park zu Beginn noch etwas größer vorgestellt, war Keno aufgrund gelesener Rezensionen bereits darüber informiert, dass der Park nicht besonders groß war und die Figuren nah aneinander stehen. Somit dauerte auch dieser Besuch nicht besonders lange und den restlichen Mittag verbrachten wir damit durch die Straßen der Stadt zu stromern. Am Abend kamen wir zu dem Fazit, dass Vientiane die unspektakulärste asiatische Stadt war, in der wir bereits gewesen waren. Es war unglaublich ruhig und gegen 21:00 Uhr waren gefühlt die Bordsteine hochgeklappt. Doch an diesem Abend gelangten wir noch in einen Irish Pub und bei ein paar Bier übten Keno und ich unsere Billiard Fähigkeiten. Im Gegensatz zu den Youno Fähigkeiten war mir Keno hierbei vollends überlegen. Glücklich und müde erreichten wir gegen 22:30 Uhr das Hotel und nachdem die Rucksäcke für den nächsten Morgen gepackt wurden sagten wir auch diesem Tag eine gute Nacht.    

Nun befinden wir zwei uns erneut im Flieger und haben Laos vor ca. einer Stunde Tschüss gesagt. Jetzt heißt es: Hallo Malaysia. Ein neues Abendteuer in einem neuen Land steht uns bevor. Wir beginnen von Kuala Lumpur und von dort aus haben wir noch ca. drei Wochen um das Land kennenzulernen. Natürlich hindert uns der Länderwechsel nicht daran weiterhin fleißig zu bloggen. Deswegen: Seid gespannt. Wir werden euch auf dem Laufenden halten! :)