14Dezember
2019

Nach der Ablehnung folgt die Bestätigung

Seine Verehrung für Hangzhou hat Marco Polo deutlich in seinen Schriften herausgebracht, denn er fand es als die schönste und großartigste Stadt der Welt. Das ist meiner Meinung nach vielleicht ein wenig übertrieben, trotzdem hat die Stadt mich mit ihrer Charme eindeutig mitgenommen und eine Reise ist Sie auf jeden Fall wert. Anders als Suzhou konnte ich hier das chinesischen Sprichwort “Im Himmel ist das Paradies, auf Erden gibt es Suzhou und Hangzhou“ nachvollziehen. Obwohl ich dank einem höchst unruhigem Hostelzimmer wirklich wenig Schlaf bekam, verbrachte ich wirklich einen wundervollen Tag.

Zur Abwechslung vertraute ich meinem Lonely Planet und verbrachte den Tag fast genauso wie er es vorgesehen hat, auch wenn ich die Reihenfolge ein wenig umdrehte. Nach einem leckeren Bun Frühstück (So langsam gewöhne ich mich an Teigtaschen mit Hackfleisch zum Frühstück und die Schmacht nach einem Käsebrot wird geringer) machte ich mich auf den Weg zur Leifang Pagode. Von dort aus hatte man einen wundervollen Blick über Hangzhou und den West Lake. Der Westsee in der ostchinesischen Stadt Hangzhou gilt nicht nur in China, sondern weltweit als ein höchst beliebtes Reiseziel. Die Westsee Region, im Südwesten der Stadt, umfasst 60 km², von denen der Westee selber 5,6 km ² einnimmt. Schon von außen fand ich die Pagode ziemlich beeindruckend und auch von Innen war sie mit ihrer Golddecke und den Malereien an der Wand wirklich sehenswert. Auf der anderen Straßenseite der Pagode fand sich der Lingyin-Tempel. Dieser ist einer der ältesten und berühmtesten buddhistischen Tempel in China und eine der Hauptattraktionen in Hangzhou. Meine Leidenschaft für den Besuch Tempel jeglicher Arten, sorgte natürlich auch dafür, dass ich auch diesem  einen Besuch abstattete. Zwar war es nicht der faszinierendste Tempel meiner Reise und auch nicht der mit der spirituellsten Atmosphäre, jedoch war besonders die 21 Meter hohe Bronze Budda-Statue wirklich sehenswert und auch der Ausblick von dem Tempel auf die vorherig besuchte Pagode war einen Ausflug wert. 

 Beschwingt nach diesen Erlebnissen machte ich mich auf den Weg zum Hot Spot am Westlake. Denn von dort fuhren auch die Boote ab, die mein Lonely Planet als Tages To Do vorsah. Ein paar kleine typische Snacks wurden gekauft und auf einer Parkbank mit dem Buch in der Hand genossen und auch das Telefonat mit Keno und meinen Eltern war wirklich wunderschön. Nach 1,5 Stunden kaufte ich mir ein Bootsticket und mit diesem fuhr ich im Sonnenuntergang zu einer Insel, welche mich mit ihrer Schönheit wirklich umhaute. Innerhalb der Insel waren drei kleine Seen und die Spiegelung der Sonne mit den bunten Bäumen im Hintergrund sorgten für ein malerisches Bild. Fotos wurden geschossen und einerseits voller Glücksgefühle, dass ich die Möglichkeit habe all diese wundervollen Dinge zu sehen und andererseits auch voller Gefühle der Zerrissenheit, dass ich diese Eindrücke auch gerne teilen würde, machte ich mich auf den Weg zurück ins Hostel. Nach einem wirklich sehr sehr leckerem Abendessen (einem Chinese Hamburger, Lammstick und einer Beef Roll) machte ich mich an den Erfahrungsbericht über mein Auslandssemester und fiel nach Beendigung müde in mein Bett. Hangzhou du hast mir wirklich sehr gut gefallen. Sollte irgendwann nochmal die Möglichkeit bestehen: Ich komme wieder.